Projekt

Die Planung des neuen Stadtteils stammt aus der Feder der Basler Architekten Herzog & de Meuron. Sie füllt das heute einseitig genutzte Areal mit neuem Leben, die Parkplatzfläche verschwindet. Auf einer Fläche von etwa acht Fussballfeldern entsteht so Raum für eine vielfältige Weiterentwicklung des Quartiers Gundeldingen.

Gute Anbindung an Gundeldingen

Der direkte Zugang von Gundeldingen her zum Dreispitz Nord ist ein Blickfang: Über eine breite, begrünte Rampe führt ein Fussweg auf das Dach des neuen MParc, wo sich ein einzigartiger Blick über die Dächer von Basel bietet. Dort befindet sich auch die neue Sekundarschule für rund 600 Schüler:innen. In unmittelbarer Nähe gibt es Basketball- und Sportplätze, eine Dreifachturnhalle (nutzbar für Vereine ausserhalb der Schulzeiten), weitere Grün- und Freiräume und einen Jugendtreff. Sichere Velo- und Fusswege führen zur neuen Sekundarschule.

Zwei grüne Lungen

Die neuen öffentlichen Parkanlagen in der Grösse von zwei Fussballfeldern bieten mit ihren grossen, Schatten spendenden Bäumen Raum für Spiel und Erholung. Sie verwandeln die «Hitzeinsel» in grüne Lungen und verbessern das Stadtklima wesentlich. Wo heute versiegelte Flächen sind, wird der Boden wieder Regenwasser aufnehmen können und die Bepflanzungen bringen einen ökologischen Mehrwert.

800 neue Wohnungen für Basel

Basel wächst und braucht neuen Wohnraum. Im Dreispitz Nord entstehen 800 Wohnungen. Ganz im Norden sind sieben Stadthäuser geplant mit preisgünstigem bzw. gemeinnützigem Wohnraum. Die drei runden Hochhäuser bieten nebst attraktiven Wohnungen mit grandioser Aussicht auch Raum für Büros und weitere Nutzungen wie z.B. eine Bibliothek oder ein Fitness-Center.

Quartier der kurzen Wege

Das Gebiet ist bereits heute gut mit dem ÖV erschlossen. Die Planung schafft zusätzlich optimale Voraussetzungen für autoarmes Wohnen. Davon profitieren die künftigen Nutzer:innen: Dank der kurzen Wege können sie vor Ort wohnen, einkaufen und arbeiten. Der Fussgänger- und Veloverkehr wird so gelenkt, dass sich alle sicher fühlen. Die künftigen Bewohner:innen, die auf ein Auto angewiesen sind, haben ihren Parkplatz in separaten Parkieranlagen und müssen nicht in den angrenzenden Quartierstrassen nach Parkplätzen suchen. Die Zugänge zu den Parkings am nördlichen Rand helfen, den neuen Stadtteil autofrei zu halten.

Eins kommt aufs andere

MParc und OBI sind künftig unter einem Dach vereint und werden mit einem Parking im zweiten Obergeschoss für 500 Autos ergänzt. Auf dem Dach dieses Gebäudes befindet sich die neue Sekundarschule. Die visionäre Planung zeigt, wie heute verschiedene Nutzungen kombiniert werden können, dabei Platz gespart und haushälterisch mit dem Boden umgegangen wird.

Einkaufen vor Ort

Die Genossenschaft Migros Basel will das beliebte, mit dem Tram gut erreichbare Einkaufszentrum noch stärker in Basel verankern: MParc und OBI befinden sich künftig unter einem Dach und haben zwei Eingänge: An der verlängerten Güterstrasse sowie bei der Kreuzung Reinacherstrasse / Dornacherstrasse. Die Tramhaltestelle MParc wird weiter nach Norden verlegt, um den MParc und den ganzen Stadtteil besser anzubinden. Die Verkaufsflächen bleiben gleich gross wie heute. Vis-à-vis der neuen Margaretha Merian-Anlage sind nebst dem Migros-Restaurant kleinere Läden und Restaurants geplant.

Den Raum nachhaltig nutzen

Die Stadtteilentwicklung Dreispitz Nord ist ein Musterbeispiel für nachhaltige Raumentwicklung: Anstelle versiegelter Parkplatzflächen werden neue Grün- und Freiräume angelegt, durch die hohe Nutzung ist der Umgang mit dem Boden haushälterisch, Arbeitsplätze bleiben erhalten und neue werden geschaffen, ein ausgewogenes Wohnangebot für alle Einkommensklassen ermöglicht eine Durchmischung der Bewohnerschaft. Im Rahmen der Bauarbeiten wird das bestehende MParc-Gebäude in den neuen Komplex integriert. Die Abstände in der Bebauung am nördlichen Rand und die Räume zwischen den Hochhäusern lassen die Luft zirkulieren und versprechen eine gute Durchlüftung. Die Grün- und Freiräume sorgen für Kühlung durch Schatten und Verdunstung, Wasser kann wieder in den Böden versickern. All diese Massnahmen verbessern das Stadtklima und rüsten das Quartier für den Klimawandel.

Das Dreispitz Nord in Zahlen

800 Wohnungen
Ein Drittel preisgünstiger und gemeinnütziger Wohnungsbau

600 Schüler:innen 
in der Sekundarschule auf dem Dach des MParc

1400 Einwohner:innen
Entspricht 7% der gesamten Bevölkerung von Gundeldingen

12’000 m2 öff. Grünfläche
in zwei Parkanlagen, zur Erholung und fürs Stadtklima

1600 Beschäftigte
Entspricht 12% aller Beschäftigten in Gundeldingen

4000 Veloparkplätze
fördern das autoarme Wohnen

1162 Parkplätze
500 heute schon bestehend und reserviert für MParc-Kund:innen, max. 662 reserviert für Wohn- und Arbeitsflächen

Gleiche Einkaufsflächen wie bisher
Einkaufsangebot im MParc, OBI und kleineren Läden bleibt bestehen

Übersichtsplan

Der Plan verdeutlicht, was der Stadtteil künftig bietet: öffentlich zugängliche Grün- und Freiräume, Wohnraum für jedes Budget, verbindende Fuss- und Velowege durch das neue Stadtquartier, genügend Parkplätze für die künftigen Bewohner:innen und einen direkten öffentlichen Zugang zur Sekundarschule auf dem Dach des MParc.

Erdgeschoss

Dachgeschoss

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Wettbewerb

Die Christoph Merian Stiftung und die Genossenschaft Migros Basel lancierten einen städtebaulichen Studienauftrag. Im Dezember 2017 wurde das Siegerprojekt von Herzog & de Meuron der Öffentlichkeit vorgestellt.

Projekt

Die Christoph Merian Stiftung hat zusammen mit der Genossenschaft Migros Basel 2017 zu einem städtebaulichen Studienauftrag eingeladen, an dem sich sechs renommierte Architekturbüros beteiligten. Der städtebauliche Entwurf von Herzog & de Meuron ging dabei klar als Siegerprojekt hervor. Die Jury gelangte zur Überzeugung, dass die angestrebte Bebauungsdichte in Kombination mit grosszügigen Freiräumen ein beispielhafter Beitrag zur qualitätsvollen inneren Entwicklung ist. Das international bekannte Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit der Entwicklung des gesamten Dreispitz und ist mit dem Areal und seiner Geschichte bestens vertraut.

Jurybericht Nordspitze
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